Noch länger mit dem Haarschnitt zu warten, wäre gefährlich gewesen, also mußte heute der Frisörbesuch sein. Diese Seite des Lebens wollte ich auch mal kennenlernen in Indien.
Meine Binal und ihre Verwandte suchten einen passenden Laden aus. Am selben Nachmittag gingen wir hin, ohne Termin und ohne Wartezeit!
Der Laden bietet eine Mischung aus Haarpflege, Wellness-Massage und normalem Frisieren. Ich kam zuerst an die Reihe.
Meine Wünsche und Vorstellungen wurden vorher genau erfragt, das musste allerdings auf Gujarati erfolgen. Das ganze Ausmaß der Leistung war mir da noch nicht klar. Ich wurde frisiert, eine neue Bartkontur angelegt und anschließend eine Tiefenrasur mit dem Messer gemacht. Dann gab es eine Kopfmassage mit einem Spezialgerät, das die Finger des Masseurs „rüttelt“ – war sehr angenehm und wurde noch auf dem Rücken weitergeführt.
Danach noch eine Gesichtsmassage und Puderung – und after shave.

Jetzt ist Binal an der Reihe. Auch sie hatte so einige Wünsche, bei denen der Friseur andocken konnte. Er schabte zuerst einige Proben von der Haaroberfläche ab. Die Qualität sei „sehr, sehr schlecht“. Dann wollte er eine vollständige „Proteinbehandlung“ verkaufen, für zwei Jahre seidiges Haar – und 7000 Rp. Ich sagte nein.
Aber ein etwas weniger teures treatment bekommt sie trotzdem, Haarpflege und Massage.


Ich sitze direkt hinter dem Arbeitsplatz, neben Dharani, mit der ich bisschen geredet habe. Über mir sendet die AC permanent Kälte aus mich – eine schöne Einstimmung auf den Herbst in Deutschland.
Ehrlich gesagt fürchte ich ein wenig die Rechnung. Ein Aufschlag von 200 % für foreigner ist normal. 🙂


































