Auftakt zur Reise nach Indien

Seit Binal in Oktober 2016 ihre Heimatstadt Ahmedabad verlassen hat, war sie nicht mehr in Indien. Alle Familienereignisse hat sie verpasst, und alle Verwandten nur im Videocall gesehen.

Es war dann erst ab Juli 2026 durch die Ausstellung eines Aufenthaltstitels möglich, eine Reise nach Indien überhaupt ins Auge zu fassen.

Und nun, in wirklich kürzester Frist, hat Binal unsere Reise geplant und Flüge gebucht.

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Wo und wie Tagebuch schreiben?

Bisher nutzte ich Evernote für das Aufzeichnen von Erinnerungen, Reflektionen, Skizzen, Bildern etc. Ein gut designtes Tool mit vielen Optionen zum Strukturieren und teilen.
Doch jetzt: alles wird kostenpflichtig! Mehrere Geräte, mehrere Notizbücher, mehr als 50 Notizen – faktisch der Zwang zum Abo, welches satte 99 Euro pro Jahr kosten soll. (Für das erste Jahr wurde bisher ein Rabatt von 60% angeboten, aber was nutzt das?)

Das wird wohl nix mehr werden, ich bin da nicht betucht genug. Habe eine neue App entdeckt, die fast alles von Evernote auch bietet: Diarium.

Und die sieht top aus und kostet einmalig 9,90 €. Besser geht es ja nicht – nur funktioniert mein Google Pay nicht… tja, ist eben dumm.

Immer tiefere Gräben?

Es ist erstaunlich, wie die westlichen Gesellschaften sich im Verlauf der letzten zwei Jahrzehnte zu einer immer heftigeren Zweiteilung verändert haben.

Gewisse Themen entwickeln eine vorher nicht gekannte Spaltungskraft, ziehen das Interesse breiter Schichten magisch an und führen zu leidenschaftlichen, beinharten Diskussionen, die von einer friedlichen, toleranten Auseinandersetzung weltenweit entfernt sind.

Die eigene emotionale Vereinnahmung geht so weit, daß man Vertreter der Gegenmeinung nicht mehr ertragen kann, daß sich regelrecht Haßgefühle entwickeln, daß Freundschaften und Beziehungen zerbrechen, Familienfeiern gesprengt werden.

Beispiele für solche Themen sind

  • Masseneinwanderung/offene Grenzen
  • Pro/Contra Donald Trump
  • Bewertung des SARS-Cov2-Virus

Man könnte sicher noch mehr finden. Bei allen diesen Themen ist eine zivilisierte Diskussion anhand von Fakten nicht möglich. Selbst unter harmonisch verbundenen Familienangehörigen kommt es schnell zu krassen Aggressionen, die nur durch absolute Themenvermeidung behoben oder umgangen werden können.

Woran liegt das? Woher diese Leidenschaft?

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Wie sich das Leben ändern kann

Als ich zuletzt in diesem Blog aktiv war, hatte ich eine akute Manie.

Der nachfolgende ewig lange Absturz inklusive zweier Klinikaufenthalte hinterließ gewaltige Spuren. Mein Selbstbild, meine Identität haben sich verändert. Kein Selbstvertrauen mehr, dafür Scham über all‘ die verrückten Dinge, die ich geredet und angestellt hatte.

Es war eine Illusion, die Manie beherrschen zu können. Ich war definitiv außer Kontrolle und habe Menschen um mich herum grausam und bar jeder Realität behandelt, bedrängt und verurteilt. Nichts von dem,was ich wollte und was ich mir einbildete, war sinnvoll und real…eben typisch Manie.

Nachdem ich die schlimmsten Depressionen hinter mir hatte, hoffte ich, mir eine Rückkehr ins Leben erkämpfen zu können. Aber es lief nicht so wie ich es mir wünschte. Tiefe Ängste entwickelten sich, körperliche Symptome wie Verkrampfung und Schwindel wurden zur Regel. Mich zu irgendetwas zu motivieren war unglaublich schwer. Zudem fand ich noch nicht einmal Dinge, die ich tun könnte, ich traute mir ja überhaupt nichts mehr zu, konnte tatsächlich nicht mehr denken, nicht mehr lernen, mir auch nichts merken.

Auch war ich nicht mehr belastbar.

Von Berufstätigkeit konnte keine Rede sein. Erst einmal mußte ich mich wieder aufbauen. Gartenarbeit, Holz sägen, anderen bei ihren Projekten helfen, radfahren. Vielleicht würde ich wieder lernen zu leben…

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Librivox Projekt „Der Büttnerbauer“

Als ich in den Jahren 2017 und 2018 das Vergnügen hatte, die Romantik eines LKW-Fahrers zu erleben (ich fuhr für TNT Pakete von Chemnitz nach Hannover, Nürnberg, Nossen und Wiesbaden), mußte ich mir überlegen, wie ich meine „Freizeit“ am Lenkrad des (nahezu) selbstfahrenden Wagens verbringen wollte.

Da diese Tätigkeit zwischen 21.00 Uhr und morgens 7.00 Uhr stattfand, war es kaum möglich, zu telefonieren. Auch TV schauen konnte man nur eingeschränkt (*gg*) – jaaa, man KONNTE es….;-) aber besser war, dies nicht zu tun.

Also lud ich mir jede Menge Hörspiele aus dem Netz aufs Handy. Es war ein ganz eigenes Ding, mitten in der Nacht sehr ordentlich dramatisierte Krimis anzuhören und sich wohlig in der Fahrerkabine zu räkeln! Auch Podcasts hatte ich eine große Menge, auch diese brachten mir die Welt in mein Fahrerhaus.

Zusätzlich fand ich dann auch die „Librivox“ – Bibliothek für Audiofiles, die jedem kostenlos zur Verfügung steht, weil gemeinfreie Werke von freiwilligen Sprechern dort downloadbar sind. Es war sehr angenehm, in die verschiedenen Stimmen, Dialekte, Texte und Szenarien einzutauchen – gerade die traditionellen Weihnachtsserien bei Librivox waren im Advent eine große Freude für mich!

Nun habe ich ganz plötzlich realisiert, daß es mir ja freisteht, selbst solche Projekte zu starten. Allerdings hatte ich keinesfalls Librivox dabei im Sinn, sondern nur meinen alten Onkel, der mir erzählte, daß er gerne mehr lesen würde, aber nach 30 min schon keine Kraft mehr dazu hat. Also beschloß ich, ihm „Kreig und Frieden“ von Tolstoi (eines der besten literarischen Werke überhaupt) als MP3 einzulesen. Das machte einen riesigen Spaß!

Es war dann reiner Zufall, daß Librivox wieder ins Blickfeld kam. Und mit kurzem schnellen Entschluß meldete ich mich an, lud meine one-minute-show hoch, und nun warte ich auf das approval für mein „heißes“ Einsteigen in dieses segensreiche soziale Werk! (Link zum Projekt.)

Ich hoffe, daß nichts Schlimmes dazwischenkommt, sondern daß ich in stetigem Strom ein Kapitel nach dem anderen lesen und hochladen kann – eine geniale Entspannungsmethode am späten Abend…besser als Rotwein 😉

Ds Buch heißt „Der Büttnerbauer“ und wurde vom Schriftsteller Wilhelm von Polenz geschrieben. Dieser lebte von 1861 bis 1903 (knappe 44 Jahre) und verfaßte einige Romane im damaligen, moralisierend – betulichen wilhelminischen Stil. Dazu ist das Buch natürlich in Fraktur gedruckt, ein zusätzlicher Genuß, da diese Schrift einzigartig gelungen und durchdacht ist.

Hier noch der Einband und der Vorsatztext des Buches – inklusive Widmung meiner Großmutter, kurz vor ihrem Tod in 2011.

Vorsatzblatt mit der handschriftlichen Widmung. Charlotte Kunze war eine höchst famose Schreiberin!

Schöner alter Leineneinband, holzhaltiges vergilbtes Paier, Fadenbindung – so präsentiert sich dieses (undatierte) Exemplar des Romans.

Interieur I

Zur allgemeinen Unterhaltung und Bildung (also meiner Bildung und Unterhaltung) mache ich permanent irgendwo Fotos. Aus Bequemlichkeitsgründen tue ich das mit der schlechten, doch immerhin rechten Kamera des Handys.

Dies ist ein erster Teil einer mehrteiligen Serie – Interieur einer nicht gutbürgerlichen Wohnung, zu der ich relativ ungehinderten Zugang hatte. Die schiere Zahl der Fotoobjekte war beeindruckend. Eine Abstimmung über das gelungenste Motiv erspare ich mir und euch….einfach mal durch die Bilder schauen – es ist lustig. Und es gibt noch ne Menge mehr. Ach, und keinerlei copyright oder sowas.

Betroffene Zimmer: Wohn- und Schlaf-

Das tapfere Schneiderlein werde dann wohl ICH sein…ach ja, was waren Kinderbücher damals so schön illustriert. Werden unsere Enkel von den aktuellen Büchern ja auch wieder sagen.

Kurze Wiederbelebung

Sehr lange wurde meinem Blog absolut null Aufmerksamkeit geschenkt – wie oft las man das schon, anderswo. Es ist ja auch fraglich, wie sinnvoll es sein könnte, hierfür Zeit zu investieren.

Außer Frage steht aber, daß es Spaß macht. Allerdings nur, wenn im Leben – oder wenigstens gedanklich – etwas passiert. Da dies der Fall ist, scheine ich zumindest genug Material zu haben, um weitere Beiträge zu verfassen.

Sinnvollerweise diesmal NICHT auf Englisch, da es ziemlich grausig ist von der Qualität her, da ich außerdem lieber mehr Authentizität rüberbringen möchte und mich nicht als „weltläufigen Smart-Guy“ (da ist es wieder!) verkaufen möchte, der ich nicht bin. Insofern, schau’n wir mal, dann seh‘ mer schon.

 

On A Vacation

Hi folks. I am back from a short vacation into the mountain  scenery of Austria. The castle of Klaus is situated above the „Stausee Klaus“ and sits so high on its place it might be called „Eagles Nest“.

I am proud to share some photos with you. They’re taken with the camera of my cellphone so they’re pretty much amateur-like. Nevertheless it’s the content that matters. Have fun!

Bahnstrecke Steyrtal Pyhrnbahn Blick ins Tal von Micheldorf Bootshaus am Stausee Klaus Buchenlaub und Berge einsamkeit und leere Kastanienzweig In Klaus Micheldorf Ortsende mit Bergblick Micheldorf Steyermark Ortsteil Schoen Schloss auf dem Bergsporn Schloss Klaus an der Pyhrnbahn See im Nebel Steine sammeln Steine wegwerfen Vom Schloss ins Tal auf den Stausee

About Wisdom / Über die Weisheit

First the beloved english language for the readers from overseas:

Wisdom is inviting to her meal

1 Wisdom hath builded her house, she hath hewn out her seven pillars:
2 She hath killed her beasts; she hath mingled her wine; she hath also furnished her table.
3 She hath sent forth her maidens: she crieth upon the highest places of the city,
4 Whoso is simple, let him turn in hither: as for him that wanteth understanding, she saith to him,
5 Come, eat of my bread, and drink of the wine which I have mingled.
6 Forsake the foolish, and live; and go in the way of understanding.
7 He that reproveth a scorner getteth to himself shame: and he that rebuketh a wicked man getteth himself a blot.
8 Reprove not a scorner, lest he hate thee: rebuke a wise man, and he will love thee.
9 Give instruction to a wise man, and he will be yet wiser: teach a just man, and he will increase in learning.
10 The fear of the LORD is the beginning of wisdom: and the knowledge of the holy is understanding.
11 For by me thy days shall be multiplied, and the years of thy life shall be increased.
12 If thou be wise, thou shalt be wise for thyself: but if thou scornest, thou alone shalt bear it.
13 A foolish woman is clamorous: she is simple, and knoweth nothing.
14 For she sitteth at the door of her house, on a seat in the high places of the city,
15 To call passengers who go right on their ways:
16 Whoso is simple, let him turn in hither: and as for him that wanteth understanding, she saith to him,
17 Stolen waters are sweet, and bread eaten in secret is pleasant.
18 But he knoweth not that the dead are there; and that her guests are in the depths of hell.

Second the german version für meine deutschen Leser:

Weisheit und Torheit laden zum Mahle

1 Die Weisheit hat ihr Haus gebaut und ihre sieben Säulen behauen.
2 Sie hat ihr Vieh geschlachtet, ihren Wein gemischt und ihren Tisch bereitet 3 und sandte ihre Mägde aus, zu rufen oben auf den Höhen der Stadt:
4 »Wer noch unverständig ist, der kehre hier ein!«, und zum Toren spricht sie:
5 »Kommt, esst von meinem Brot und trinkt von dem Wein, den ich gemischt habe!
6 Verlasst die Torheit, so werdet ihr leben, und geht auf dem Wege der Klugheit.«
7 Wer den Spötter belehrt, der trägt Schande davon, und wer den Gottlosen zurechtweist, holt sich Schmach.
8 Rüge nicht den Spötter, dass er dich nicht hasse; rüge den Weisen, der wird dich lieben.
9 Gib dem Weisen, so wird er noch weiser werden; lehre den Gerechten, so wird er in der Lehre zunehmen.
10 Der Weisheit Anfang ist die Furcht des HERRN, und den Heiligen erkennen, das ist Verstand.
11 Denn durch mich werden deine Tage viel werden und die Jahre deines Lebens sich mehren.
12 Bist du weise, so bist du’s dir zugut; bist du ein Spötter, so musst du’s allein tragen.
13 Frau Torheit ist ein unbändiges Weib, verführerisch, und weiß nichts von Scham.
14 Sie sitzt vor der Tür ihres Hauses auf einem Thron auf den Höhen der Stadt,
15 einzuladen alle, die vorübergehen und richtig auf ihrem Wege wandeln:
16 »Wer noch unverständig ist, der kehre hier ein!«, und zum Toren spricht sie:
17 »Gestohlenes Wasser ist süß, und heimliches Brot schmeckt fein.«
18 Er weiß aber nicht, dass dort nur die Schatten wohnen, dass ihre Gäste in der Tiefe des Todes hausen.

(Some foolish sentences following here. Go on with it on your own risk!)

Update 2026: Solche Sachen denkt und tut man, wenn man Manie hat. Das Folgende ist also nicht so wirklich ernst zu nehmen. Gruß, Stefan


Excuse me for taking the risk of going rogue here. *smile*

First I recognized that the german translation is not correct at one point. While the english version says „2 She hath killed her beasts…“ the german version reads „she has slaughtered her cattle“ which is totally lush compared to the english version. Only by intuition I would prefer the english version because „to kill one’s beasts“ speaks about the spiritual beasts like wrath, fear of men, laziness, and many more (you name it).

Second I was aware immediately that I do experience the exact and entire effect in my strive to teach people. Not that I am the promenading, the commuting wisdom by myself! But there’s a slight amount of insight every here and there which is requested by some people. On the one hand there are people ready for listening, and well prepared to understand. There is a preparation of a supernatural kind in that these people always confirm what I say or, somehow more crazy, take the words out of my mouth.

It is just a joyful and cheering experience to have this kind of listener around. It brings us up emotionally and rationally.

On the other hand there are these people just unready to hear, unready to understand, unwillig to even accept me as a speaker of wisdom. It is a non-rewarding process, it is in fact „pain in the a**“ to try to teach them anything. They’re getting hard like stone, they’re getting angry, more angry when not aggressive at all. You have the feeling of fooling yourself while speaking against a wall.

Not the kind of experience you need to have….*seufz*

So there’s an urgent NEED to know BEFORE who is READY and well prepared by the spirit to receive a message. This is a matter of differentiation which has to be learned by heart. After the tenth fail one is going to inquire WHAT the characteristic things about the „chosen“ people are. And one will realize that the decision is easyliy made by the rejecting habitus of the bad guys and by the receiving habitus of the good guys. Finally there’s a very intensive and impressive attribute of those having been able to listen and to understand: they will say „thank you“ by no reason but their thankfulness.

GREAT experience, really.